Newsletter No. 17

58 Prozent für besseren Service Public

Die Pro Service Public-Initiative überrascht bei der ersten SRG-Umfrage: Mehr als zwei Drittel aller Befragten stören sich an den überrissen hohen Manager-Löhnen und am ständigen Service-Abbau von SBB und Post.

Wäre am 19. April abgestimmt worden, so hätte die Volksinitiative «Pro Service Public» von K-Tipp, Saldo, Bon à Savoir und Spendere Meglio breite Zustimmung gefunden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG-Medien. 58% der Befragten waren für die Initiative, 26 Prozent dagegen und 16% hatten sich noch nicht entschieden.

Am meisten stören die 1209 Befragten die überrissen hohen Manager-Löhne. 70% fanden sie zu hoch. Auch der kontinuierliche Service-Abbau von Post und SBB wird nicht goutiert. 69% finden, dass der Abbau gestoppt werden müsse.

Pikant: Alle Parteien haben zwar bereits die Nein-Parole herausgegeben. Fragt man jedoch die einzelnen Wähler, zeigt sich ein anderes Bild: 70 Prozent der SP-Wähler sind für die Initiative «Pro Service Public», 68 Prozent bei den Grünen, 62 Prozent bei der SVP und 55 Prozent bei der CVP.

Die Konsumentenzeitschriften sind bei Fragen des Service Public offenbar näher am Puls der Bevölkerung als die Parteikader. Aber: Gerade bei Initiativen sind bei der ersten Umfrage hohe Zustimmungsraten oft zu beobachten, welche dann erodieren, je näher der Abstimmungstermin kommt. Dazu kommt, dass die Gegner mit einem Millionenbudget operieren können. Bilanz: Nach wie vor wäre ein JA am 5. Juni eine Riesensensation.

Medien

In den letzten Tagen hat die Medienberichterstattung stark zugenommen. Die überraschend hohen JA-Zahlen (bei den ersten Umfragen)  und der Graben zur Classe Politique führen zu einem grossen Medieninteresse. Auf www.proservicepublic.ch in der Rubrik News / andere Medien sind die meisten Beiträge online abrufbar.

 

Wir wünschen ein schönes Wochenende.

Das Team von Pro Service Public


ktippSaldoBon a saviorMeglio