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Ihre Meinungen

  • R. Zulauf, Füllinsdorf
    Probleme mit den ehemaligen Bundes-Regiebetrieben
    Kann mir eine gewisse Schadenfreude nicht verkneifen, wenn sich möglichst viele Leute über den Servicepublic ärgern. Es war doch von Anfang an absehbar, dass uns mit der "Privatisierungs-Welle" dieser Schlamassel eingebrockt wird. Es ging doch damals gar nicht um das "Volkswohl", sondern darum, möglichst viele hochbezahlte Stellen für sich selbst und/oder seine Parteifreunde zu schaffen (allen voran die FDP, Herr Theiler!). Wir alle bezahlen heute die Zeche, als Kunden sind wir lediglich ein "Störfaktor" im kapitalistischen Getriebe !
  • Ramona, Bern
    Wlan-Ausbau in der SBB
    Vor Kurzen habe ich einen Beitrag gelesen, in dem die SBB ihr Vorhaben zur Verbesserung des Wlans in den Zügen vorgestellt hat. Ich war entsetzt darüber. Meiner Meinung nach ist dies unnötig und treibt bloss wieder die Kosten, und somit die Billetpreise, in die Höhe. Angemessene Preise, dafür weniger Luxus, wie z.B. perfektes Netz, überall Steckdosen, modische Sitze ect.., fände ich angemessen.
  • Andreas R. Schulthess, Lohn-Ammannsegg
    Verspätete Postzustellung
    Die Zustellung der Post verschlechtert sich seit Jahren kontinuierlich, so erfolgt die Zustellung bei mir sehr unterschiedlich; selten so zwischen 11.30 und 12 Uhr, vielfach knapp vor 12.30 Uhr und immer öfters bis gegen 13 Uhr oder sogar noch später (heute 24.4.12 um 12.50 Uhr, letzte Woche einmal sogar gegen 13.10 Uhr; dies sind keine Ausnahmen). Und wenn man sich bei der Poststelle beschwert, wird man zuerst einmal damit abgeblockt, dass dafür die regionale Zustellung zuständig sei, aber man könne ja ein Postfach nehmen, dann sei meine Post schon früh morgens verfügbar ... und der Absender bezahlt natürlich das "volle" Porto. Gemäss meinen Informationen hat die Post spätestens um 12.30 Uhr zugestellt zu sein. Aber selbst wenn man mit seiner Reklamation per Mail, wie ich vor zirka 2-3 Jahren bis zum damaligen Postchef Gygi durchdringt, so wird man - auch wenn er die Zeitlimite von 12.30 Uhr damals bestätigt hat - mit fadenscheinigen Argumenten abgewimmelt. Selbstverständlich habe ich für markante Verspätungen bei widrigen Wetterverhältnissen oder z.B. zur Weihnachtszeit volles Verständnis, und der Fehler liegt auch nicht bei den Postboten, sondern bei den vielen (gut entlöhnten) Schreibtisch- und Rationalisierungs-Tätern in der Post-Verwaltung. Ich freue mich schon darauf, wenn ich meine Post direkt beim Absender persönlich abholen darf, und die Post mir für diesen Service noch SFr. 1.--/Brief direkt auf meinem Postkonto abbucht ...
  • Rolf Schenk, Winterthur
    Blick über die Grenze
    Die Nutzung des öV ist gerade für Familien im Freizeitverkehr kompliziert und teuer, für alles braucht man noch eine Zusatzkarte wie Kinderkarte, Enkelkarte, Halbtax. In Baden Württemberg kaufe ich das Baden Württemberg Ticket für 21 Euro und für bis zu 4 weitere Mitreisende je 4 Euro. Eltern oder Grosseltern können ihre Kinder oder Enkel bis 14 Jahre kostenlos mitnehmen.Gültig Mo-Fr ab 09.00 am Wochenende und Feiertagen unbeschränkt. Das Ticket ist in allen Nahverkehrszügen, Bussen und städtischen Verkehrsnetzen gültig. Ohne Halbtax, Kinderkarte und, und...Karte Einfach günstig, kundenfreundlich. Ganz anders als bei den SBB...Ähnliche Tickets gibts in allen Bundesländern und in regionalen Verkehrsverbünden.
    Die private österreicheische Westbahn bietet IC Verkehr Wien - Salzburg zu günstigen Preisen. Wien Salzburg Eur 23.80, Kinder Eur 1.- Hunde Eur 5.-.Tickets gibts bei den 4 (!) Kundenbetreuern pro Zug.
  • Kurt Schweizer, Belp
    Gejammer der Schweizer
    Wer macht den eigentlich diese Schweinerei in den Zügen? Etwa die SBB selber? Wenn jeder seinen Krempel den er mitbringt auch wieder auf dem Bahnhof entsorgen würde, wäre ein grosses Problem gelöst. Da es für unsere Kultur typisch ist, die Schuld beim Leistunserbringer (Post, Bahn, Schule) zu suchen, wird sich nichts verändern. Mehr Leute, mehr Dreck. Solange die Fahrgäste nicht besser erzogen sind, wirds nichts mit sauberern Zügen.
    Jeder verlangt ja auch einen Sitzplatz, eine Steckdose, ein WLAN etc. etc. Kostet scheinbar nichts.
    Übrigens: Schweizer jammern auf sehr hohem Niveau. Drum kann ich über solche Feststellungen, die die Initiative betreffen, nur schmunzeln.
    Echt keine anderen Probleme?
  • Goldscheider Michèle, La Neuveville
    SBB: Ältere Fahrgäste vergessen!
    Seit Jahren gehen die Preise der SBB hoch, während das Verhältnis Preis/Leistung zu wünschen übrig lässt.

    Ich bin beruflich viel in der Welt gereist und war immer stolz auf die Leistungen der SBB. Jetzt hat sich das geändert.
    Z.B. Ich nehme oft den Zug, um zum Flughafen Zürich oder Genf zu fahren. Seit Neuestem ist in vielen der Züge, die zwischen diesen zwei Flughäfen fahren, kein Platz für grössere Koffer vorgesehen. Es wurde zwar der Kofferraum oberhalb der Sitze vergrössert. Aber wer kann schon einen Koffer, der 20kg oder mehr wiegt, nach oben heben? Parallel zu dieser "intelligenten" Massnahme, muss man jetzt eine Busse zahlen für Koffer, die im Gang oder auf einem Sitz stehen!!!!
    Noch erstaunter war ich, als ich feststellen musste, dass es am Bahnhof in Biel kein Restaurant oder Bistrot mehr gibt, in dem man "sitzend" auf einen Zug warten könnte. Bei einer längeren Wartezeit muss man den Bahnhof verlassen, um gegenüber in ein Café gehen zu können. Was sehr praktisch ist, wenn man viel Gepäck bei sich hat. Die SBB scheint völlig aus dem Auge verloren zu haben, dass ein grosser Prozentsatz ihrer Fahrgäste ältere Leute sind!!!!!

    Bilanz: verschlechterter,mangelndes Service, aber dafür "unverschämt" höhere Preise!
  • Heinz Schwab, Bremgarten
    Steuerbetrug
    Wir alle bezahlen die enorm gestiegenen Preise für die Bahnfahrten und für die Postzustellungen. Die grossen Gewinne, die dadurch anfallen, werden dem Bund und den Kantonen ausbezahlt, anstatt dass diese Gewinne wieder dem Service public zugeführt werden. Man könnte dank diesen Riesengewinnen im nächsten Jahr die Kosten für die Bahnfahrten und die Postzustellungen senken. So würde die SBB und die Post wettbewerbsfähiger werden und könnte den Service public in den Randregionen noch ausbauen, anstatt abzubauen, wie es heute geschieht. Diese Gewinnausschüttungen sind eine verdeckte Steuer, welche die Allgemeinheit bezahlt. Der Superreiche bezahlt die gleichen Tarife wie der arme "Büetzer". Es ist dies eine asoziale verdeckte Steuer. Sie gehört abgeschafft. Deshalb ja zur Initiative.
  • Ruth Abdalla, Zürich
    Nase voll von der Post
    Ich habe der Post den "Krieg" erklärt. Ich hatte innerhalb weniger Monate drei Fälle, welche ich beanstandet hatte. Ich habe kaum eine Entschuldigung erhalten.
    Im ersten Falll ist eine Kette, welche ich in einem Umschlag versandt habe verschwunden, da es nicht eingeschrieben geschickt wurde, hat die Post jegliche Haftung abgelehnt und mir als "Trost" eine Marke im Wert von Fr. 1.-- geschickt.
    Das zweite mal musste ich für eine Lieferung bezahlen, welche ich nie erhalten hatte. Die Post hatte angeblich im "Depotfach", spricht Milchkasten ein Päckli deponiert. Ich habe das Paket nie erhalten und musste dennoch dem Versender die Ware bezahlen, sehr ärgerlich! Insbesondere, dass in eben diesem Michkasten noch nie etwas abhanden gekommen ist und das Paket uns hätte übergeben können, da wir anwesend waren.
    Und zum Dritten: ich hatte in Deutschland Ware bestellt für unser Geschäft. Diese wurde am 19. April verschickt, mit Rechnung, ganz regelkonform. Am 2. Mai wurde die Ware geliefert, angeblich wegen einer Zollprüfung. Die Post hielt es auch hier nicht nötig sich zu entschuldigen obwohl wir eine offizielle Reklamation gemacht hatten. Wir mussten dennoch den vollen Tarif zahlen, da die Post diesen "abgeben" muss. Den Zoll ja, aber die Gebühren der Post wohl nicht. Ich hatte verschiedentlich angerufen und mich wegen der Ware erkundigt, es hiess immer lapidar, dass wohl etwas mit den Papieren nicht i.O. war, dehalb die Verzögerung. Niemand hatte sich die Mühe gemacht, dem Fall nachzugehen.
  • Karin Unkrig, Winterthur und München
    Aktion Eisbär statt Brummbär
    Seit März schaltet die SBB die Heizung im EC von/nach München aus! Ich empfehle den Verantwortlichen zwei neue Fahrplanzeichen einzuführen: das Glücksrad und die Wintermütze. Ersteres weil sich bis St. Margrethen in den (seit Mitte Dezember dem Regioexpress angehängten) Fernreiseabteilen in der Regel kein Kondukteur blicken lässt - nicht mal in der 1. Klasse -> Schwarzfahren Luxus. Zweiteres, um der drohenden Lungenentzündung zu entgehen: seit 2 Monaten wird die Warmluft ab-, dafür die Kaltluftzufuhr aufgedreht. 'Scho mängä verfrorne, aber keine verstunke'.
    Letzten Sonntag protestierten die Passagiere lautstark, einige stiegen - bei Schneefall - um 18:33 Uhr mit Heizkissen und Handschuhen in die Wagen 302 bzw. 303.

    Der Kundendienst gibt den immer gleichen Standardsatz zum Besten: 'Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und geben Ihre wertvollen technischen Hinweise gerne an den Support weiter.'

    Ich bedaure und koche (innerlich):
    Karin Unkrig
  • Marion Wohlleben, Zürich
    Poststellen
    Der Artikel über den Gemischtwarenladen in den Poststellen im Saldo 1/2013 hat mir sehr aus dem Herzen gesprochen.
    Letzte Woche habe ich es auch der Schalterangestellten gesagt, dass ich es unsäglich fände, nun auch noch mit Fernsehprogrammen akustisch und visuell am helllichten Tag belästigt zu werden. Ich finde diesen Kramladen in der Poststelle oberpeinlich und möchte von der Post nur Postsachen erledigt haben, sonst nichts. Noch dazu: Wieso muss die Post auch noch dem nahe liegenden Einzelhandel, Drogerie, Papeterie u.a. Konkurrenz machen, die es in der Nähe von Migros und Coop schon schwer genug haben?
    Ebenso befremdlich finde ich es, wenn Apothekerinnen, die sicher ein höheres Berufsziel haben, Briefmarken u.a. verkaufen müssen. Wohin ist unser Sozialstaat gekommen?
  • Remo Maßat, Chur
    Exorbitante Gewinne und immer weniger Leistungen
    Die Schweizerische Post ist ein Bundesunternehmen.

    Jahr um Jahr baut sie ihre Dienstleistungen ab. Trotz exorbitanten Gewinnen.

    Müßte ein staatliches Unternehmen mit den Gewinnen nicht den die Grundversorgung der Bevölkerung fördern?

    Statt Grundversorgung immer mehr Klimmbimm.

    In der Post muß man froh sein, wenn man überhaupt noch irgendwann Briefe abgeben darf.

    Man kann "Läpptopps" kaufen, Mobilfunk-Abonnemente abschließen, Gummibärchen gibt es auch, selbstverständlich gehört zur Post-Grundversorgung der Bevölkerung in den Augen der Post auch Kinderspielzeug und etlicher anderer Kommerz-Schwachsinn, der mit dem Auftrag des Bundesunternehmens nicht auch bloß auch nur das allergeringste zu tun hat.

    Als ich neulich bei der Post am Schalter was abgab, frug mich in Chur der Mitarbeiter, ob ich nicht noch ein Los kaufen möchte. Er wies mich darauf hin, daß der "Jäckpott" gegenwärtig über dreißig Millionen beinhalte. Ich spielte tatsächlich das erste mal Lotto in meinem Leben.

    Doch ist es die Aufgabe von Postmitarbeitern, Angestellten eines Staatsunternehmens, Lose zu verkaufen?

    Als ich in St. Gallen das Postfach leerte und zum Schalter mußte, weil - wieder einmal ein Einschreiben vom Steueramt St. Gallen darin war, frug mich die nette Dame bei der Post Langgaß, ob ich schon eine Kreditkarte habe.

    Nicht mißzuverstehen. Das sind alles ganz nette Leute, die ich größtenteils sehr schätze.

    Aber ich frag mich: Was kriegen die dafür, daß die "freiwillig" Lose und Kreditkartenanträge verkaufen? Es muß ja irgendein Anreizsystem geben dafür, sonst würden die das doch wohl nicht machen?
  • Hans Rudolf Hirschi, Wynigen
    Schliessen von Poststellen
    Ich habe in Ihrer Zeitung gelesen, dass es 1970 noch 45OO Postellen in der Schweiz gab. Heute seien es noch 1438. Dabei muss folgendes berücksichtigt werden: Viele kleine Poststellen waren in Privathäuser der Posthalter untergebracht. Da diese mit der Zeit wegen neuen Uebermittlungsformen (Mail, E-Finance) und der zunehmenden Mobilität zu wenig frequentiert waren und der Bund dort nötige Sicherheitseinrichtungen nicht mehr finanzieren wollte, ist dessen Schliessung soweit verständlich. Andernfalls verstehe ich nicht, dass eine Poststelle wie Wynigen (zuständig für ca. 2000 - 3000 Einw.) und Lyssach (für ca. 2000 Einw.) geschlossen werden sollen. Es handelt sich an beiden Orten um neuere Gebäude in Gemeindehaus und SBB Haltestelle, welche punkto Sicherheit grösstenteils den heutigen Anforderungen entsprechen sollten. Wenigstens wird in beiden Gemeinden eine Agentur eröffnet. Doch wird die Möglichkeit bei Einzahlungen, Bargeldbezügen und Ueberweisungen voraussichtlich eingeschränkt sein, was zur Folge haben wird, dass Kunden (besonderes ältere) einen weiteren Weg in Kauf nehmen müssen. Ich frage mich auch, wie die bisherigen Postlokale in Zukunft genutzt werden und ob an den neuen Standorten der Agenturen die Sicherheit besser gewährleistet sein wird ? -

    Hans Rudolf Hirschi, Wynigen
  • Markus Seger, Bern
    Pro Service Public
    Als ehemaliger Werbechef der SBB bin ich selbstverständlich für den Service Public. Die SBB war ursprünglich, so hörte man, gegen die Initiative. Dann hat sie sich offensichtlich doch dafür entschieden, indem sie die Initianten mit einem Informationsboykott belegte. Tolle Werbung für die Initiative! http://markseger.com/2013/06/05/sbb-unterstutzt-pro-service-public-initiative/
  • Huber, Emmetten
    Argumente

    Die Bundesnahen Betriebe stehen derzeit vollumfänglich den Gesetzen der Marktwirtschaft. Ausnahmen sind kleinere Monopole, wie z.B. "die letzte Meile" vom Telefonanschluss der Swisscom.
    Jedes Unternehmen untersteht denselben Gesetzen, nämlich Gewinn machen. Schliesslich sind die Firmen sich selber und den Investoren das schuldig. Kunden und Mitarbeiter sind eher zweitrangig.
    Und hier fängt der Konflikt mit dem Service Public an. Die Unternehmen sind faktisch gezwungen in rentable Bereiche zu investieren und was nicht rentiert abzustossen. Das zeigt Beispielsweise die Post. Sie baut in Randregionen ihre Poststellen ab, gleichzeitig werden andere Bereiche und starke Regionen ausgebaut. Privatisierte Unternehmungen sind keine Wohltätigkeitsvereine.
    Mit dieser Initiative gibt man diesen Betrieben die Möglichkeit, mit den Gewinnen aus den starken Bereichen die unrentablen zu subventionieren. So bleiben wir Weltmeister.
    Ich danke dem Initiativkommitee für ihren Einsatz von ganzen Herzen.
    Deshalb stimme ich mit Ja.
  • Meinrad Odermatt, Zug
    Unnötiges zu hohem Preis
    Für eine Person ist der Zug meistens billiger als das Auto, wenn auch umständlicher. Bei 2 Personen lohnt es sich bereits, das Auto zu nehmen, das man sowieso hat. Das ist seit Jahrzehnten so. Ich behaupte, dass die Preise der Bahn nicht nach effektiven Kosten fixiert werden, sondern auf die Autokosten ausgerichtet sind. Autokosten hoch? Bahn zieht nach! Eine Möglichkeit das Geld auszugeben findet sich immer. Die Bahn könnte viel billiger als das Auto sein, denn sie hat ganz andere Kostenfaktoren. Es braucht einen komfortablen Platz zum Sitzen. Ein 4-Stern Komfort mit Kompositionen, die nicht älter als 20 Jahre alt sein dürfen, ist unnötig und unsinnig. Milliarden auszugeben für minimale Zeitgewinne, ist im heutigen Kommunikationsumfeld ebenfalls unsinnig. Mit etwas Selbstdisziplin und Planung ist heute niemand mehr auf diese Minutengewinne angewiesen.
  • Zimmermann E., Illnau
    SBB / ZVV
    Ich ärgere mich auch oft über die dreckigen Züge. Ganz schlimm ist es vielfach am Sonntagmorgen, wenn noch "Partyresten" anzutreffen sind. Gerade am Wochenende ist es manchmal unheimlich, wenn grölende und alkoholisierte Menschen unterwegs sind. Kürzlich war mein Mann auch Zeuge, wie im Zug Drogen weitergegeben wurden.
    Betr. Abfall macht die Bahn, was sie kann (allerdings hätte man die Abfallkübel im Sitzabteil nicht entfernen dürfen), aber viele Leute lassen einfach alles stehen, was sie nicht mehr wollen. Zudem ist so viel Gepäck immer auf den Sitzen (obwohl man dieses verstauen könnte) und dreckige Schuhe, nicht nur von Jungen, auf den Sitzen. Vielleicht müsste in der Schule nun auch das Fach Anstand gelehrt werden und Leute, die nicht mehr in der Schule sind, in die Nacherziehung geschickt werden. Schnellzug auch in der Kinderstube!
  • Guido Besmer, Benzenschwil
    Post verkommt zu Konsumtempel
    Ach, wie wünschte ich mir die Zeit zurück, als wir im Dorf noch unsere Einzahlungen machen und das auch gleich noch mit einem informellen Schwatz verbinden konnten, das war Service Public. Die kleinen Poststellen wurden leider geschlossen und die Grossen verkommen heute immer mehr zum Supermarkt mit einem Sammelsurium an unnötigen Dingen. Ein Schwatz liegt beim üblichen Andrang so wie so nicht mehr drin.

    Wahrscheinlich hat ein Entscheidungsträger bei der Post mal einen Marketingkurs besucht und glaubt, die Kunden seien zufriedener, wenn sie die Wartezeit mit „Shoppen“ überbrücken können. Würde mich nicht wundern, wenn man schon bald auch noch mit dieser unmöglichen Musik der Supermärkte berieselt wird. Sehr perfide werden auch noch die Jüngsten mit Süßigkeiten auf Augenhöhe geködert, damit sie dereinst ja ihr Lebensglück durch die Menge an konsumierten Unsinn definieren. Das ist eine Sauerei und richtet sich gegen all die Eltern, die versuchen ihre Kinder zu bewussten und ressourcenschonenden Erdenbürger zu erziehen. Der öffentliche Raum wird immer mehr dem absoluten Kommerz geopfert, an Bahnhöfen, Flughäfen und auch bei der Post. Es ist nicht Aufgabe des Bundes und der bundeseigenen Betriebe einer solchen Tendenz Vorschub zu leisten. Also weg mit dem Unsinn. Die Post gehört uns allen und soll sich wieder den Kernaufgaben widmen und die zeitnah und kundenfreundlich abwickeln.
  • Kurt Donelli, Basel
    Ärgernis letzte Meile
    Bei der Swisscom ärgert mich am meisten die sogenannte "letzte Meile": die Fr. 25.35 die IMMER auf der Rechnung sind, auch wenn man z.B. 3 Monate abwesend ist!
    Bei mir ist das allerdings nie der Fall, als Rentner kann man sich das ja nicht unbedingt leisten. Es sei denn, man war mal Bundesrat oder sonst in entsprechend "hoher Position". Also könnte die Swisscom doch z.B. bei den Rentnern diese Gebühr erlassen oder nicht ?
    Wie ist der der (zu) hohe Lohn des CEO zu begründen?


  • Andrea Kaufmann, Aarberg
    Negative Erfahrungen mit Service Public
    Die folgenden sind nur einige wenige Erfahrungen, die aber recht bedenklich sind:

    - Frühjahr 2012: Mein Schweizer Pass muss für ein VISA wie alle Jahre an eine Institution nach Deutschland, und wie in all den letzten Jahren sollte ich ein versichertes, vorfrankiertes Rückantwortecouvert beilegen. Im Frühjahr 2011 sagte mir eine Frau am Postschalter, dass man das nicht machen könne. Auf mein Nachfragen wurde sie wütend. Ich ging an einen anderen Schalter. Die Dame kam hinter der Person, die mich bediente, dazu und meinte frecht "glauben Sie mir nicht"? Ich ging an eine andere Post Stelle, wo mir erklärt wurde, dass es diesen Service nicht mehr gäbe. Ich war in Basel, und die Dame riet mir, "Schnell ins Deutsche zu gehen", was am einfachsten wäre... Die Schweizer Post rät mir, ins Deutsche zu gehen, da sie einen Dienst nicht mehr anbietet, den es mal gab. Dafür wurde mir ein Lösli angeboten...

    - Herbst 2012: Ich reise von Basel nach Köniz via Bern mit einem am SBB Automaten gelösten Retourbillet. Alles lief bestens, bis ich abends zurückreisen wollte. Statt einem Zug von Köniz nach Bern, nahm ich den Bus. Im Bus gab es eine Kontrolle, und der unfreundliche Mann brummte nur, dass mein Billet ungültig sei und ich 100.- zahlen müsse. Ich hätte ein Zugbillet und kein SBB Billet. Also wurde ich bestraft wie ein Schwarzfahrer. Wie weiss ich, welches Billet nun für welches Fahrzeug gilt? An den Schalter kann man ja heutzutage nicht mehr gehen, da sind Wartezeiten von bis zu einer Stunde angesagt.

    - Ich lese im K-Tip über die überhöhten Löhne der SBB, Post etc. Chefs. Ich hatte über 10 Jahre lang ein GA, aber wegen der steten Erhöhung der Preise verzichte ich nun darauf. Auch wenn ich es mir leisten könnte, ich unterstütze diese Preispolitik nicht. Seither habe ich nur Ärger mit Billets und pingeligen Kontrolleuren.

    - Seit einigen Tagen gibt es Unterbrücke des Swisscom Internets. Ich rief die "Gratisnummer" 0800 800 800 an. Es hiess, das Callcenter sei überlastet und könne die gewohnten Dienste nicht anbieten, und man wird auf die Webseite verwiesen (bei Internetproblemen?!?). Man kommt nicht einmal in die Warteschlaufe. Zum Glück, denn ich habe festgestellt, dass es vom Natel aus keine Gratisnummer ist. Ich habe keine Antwort erhalten.

    Alles Gute für Ihre Initiative! Ich werde auf Unterschriftensammlung gehen!
  • Heinz Kyburz, Männedorf
    Genug gerupft - deshalb ja zum Service public
    Genug gerupft - deshalb ja zum Service public
    Was nicht aus der eigenen Küche kommt, kann nicht gut schmecken, scheinen sich die Politiker aller etablierten Parteien gesagt zu haben, als sie die Volksinitiative "Pro Service public" eher unbedacht zur Ablehnung empfahlen. Denn vor einem Jahr wurde im Kanton Zürich noch heftig darüber debattiert, ob Kanton und Gemeinden allenfalls mehr als kostendeckende Gebühren mit Fiskalcharakter erheben, was unzulässig wäre und zu den beiden kantonalen Volksinitiativen "Ja zu fairen Gebühren" führte. "Genug gerupft" war das Motto, das damals, wie der Stimmbürger meinte, nicht zutreffend war, nun aber zum eigentlichen Kernthema der eidgenössischen Volksinitiative "Pro Service public" wird. Ich sage nein zu ständig steigenden SBB-Billettpreisen bei sinkender Qualität der SBB und nein zum Swisscom-Tarifdiktat.
    Wenn Bundesbetriebe, und hier ausgerechnet im Bereich der Grundversorgung, Gewinne abwerfen, die Quersubventionierungen in andere Verwaltungsbereiche ermöglichen, so haben sie offensichtlich zu hohe Gebühren mit Steuercharakter erhoben oder zu wenig in den eigenen Betrieb investiert. Ich möchte weder mit meinem Bahnbillett noch mit den Swisscom-Gebühren die Löcher in der Bundeskasse stopfen und schon gar nicht die exorbitanten Spitzengehälter von teilprivatisierten Bundesbetrieben finanzieren. Als Konsument und Nutzer von Swisscom, Post oder Bahn erwarte ich, dass die damit verbundenen Gebühren ausschliesslich diesen Unternehmungen zufliessen, um deren Qualität sicherzustellen, und weder in der allgemeinen Bundeskasse noch in den Dividenden von Aktionären untergehen. Die Volksinitiative "Pro Service public" nimmt dieses berechtigten Konsumentenanliegen auf und ist daher zu unterstützen.
    Heinz Kyburz, Vizepräsident EDU Kanton Zürich, Männedorf
  • Christine Lefor, Liestal
    Post zurück behalten
    Um meine Post für 23 Tage zurückzubehalten musste ich sfr. 24.- bezahlen.
    Trotzdem musste ich zusätzlich eine Freundin bitten, den Kasten regelmässig zu leeren, da längstens nicht mehr alles mit der Post versandt wird. Auf mein Reklamieren am Schalter über die hohe Gebühr bekam ich die lakonische Antwort ich solle mir doch jemanden suchen, der mir den Briefkasten regelmässig leert!
    Sehr kundenfreundlich!
    Auslandsbillette der SBB kosten 5.- mehr, wenn man sie am Schalter kauft. Das ist eine Diskriminierung von Menschen, die nicht so gut mit dem Computer umgehen können oder keinen besitzen. Es ist eine hinterlistige Preiserhöhung und wird als "Gebühr" bezeichnet!