DE |
FR |
IT
Ihr Kommentar

Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Service Public? Teilen Sie Ihre Meinung mit!

Ihre Meinungen

  • Guido Besmer, Benzenschwil
    Post verkommt zu Konsumtempel
    Ach, wie wünschte ich mir die Zeit zurück, als wir im Dorf noch unsere Einzahlungen machen und das auch gleich noch mit einem informellen Schwatz verbinden konnten, das war Service Public. Die kleinen Poststellen wurden leider geschlossen und die Grossen verkommen heute immer mehr zum Supermarkt mit einem Sammelsurium an unnötigen Dingen. Ein Schwatz liegt beim üblichen Andrang so wie so nicht mehr drin.

    Wahrscheinlich hat ein Entscheidungsträger bei der Post mal einen Marketingkurs besucht und glaubt, die Kunden seien zufriedener, wenn sie die Wartezeit mit „Shoppen“ überbrücken können. Würde mich nicht wundern, wenn man schon bald auch noch mit dieser unmöglichen Musik der Supermärkte berieselt wird. Sehr perfide werden auch noch die Jüngsten mit Süßigkeiten auf Augenhöhe geködert, damit sie dereinst ja ihr Lebensglück durch die Menge an konsumierten Unsinn definieren. Das ist eine Sauerei und richtet sich gegen all die Eltern, die versuchen ihre Kinder zu bewussten und ressourcenschonenden Erdenbürger zu erziehen. Der öffentliche Raum wird immer mehr dem absoluten Kommerz geopfert, an Bahnhöfen, Flughäfen und auch bei der Post. Es ist nicht Aufgabe des Bundes und der bundeseigenen Betriebe einer solchen Tendenz Vorschub zu leisten. Also weg mit dem Unsinn. Die Post gehört uns allen und soll sich wieder den Kernaufgaben widmen und die zeitnah und kundenfreundlich abwickeln.
  • R. Bussinger, Wädenswil
    Immer weniger Wagen
    Ich habe festgestellt, dass auf gewissen SBB-Strecken, z.B. von Zürich nach Stuttgart über Schaffhausen - vor allem bei den internationalen Zügen - immer weniger Wagen an der Lok angehängt sind. In der Regel hat es nur noch 1 Wagen 1. Klasse und 3 Wagen der 2. Klasse pro Zug (Total 4 Wagen). Die SBB begründen das damit, dass bei Messungen auf der ganzen Strecke (wahrscheinlich in Deutschland, wo viel weniger Leute den Zug benützen) die durchschnittliche Zahl an Reisenden ermittelt hätten und dies so den Bedürfnissen entspricht.
    Fakt ist aber, dass die Züge meist von Schaffhausen bis Zürich (und umgekehrt) sehr überfüllt sind, so dass man nicht selten stehen muss. Hat man zudem viel Gepäck, ein Fahrrad oder einen Kinderwagen dabei, wirds schwierig. Aus der Sicht der Kunden entspricht dies überhaupt nicht den Bedürfnissen.
    Ich denke, dass dies eher eine Sparmassnahme der SBB ist - mehr Profit und weniger Leistung für die Kunden!
  • Meinrad Lienert, Zürich
    SBB: Immer mehr Werbeeinnahmen, immer weniger Transparenz
    Die SBB pflastert unsere Bahnhöfe voll mit Werbung. Selbst vor historischen Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, macht sie nicht halt. Vordergründig heisst es, dass sie auf Zusatzeinnahmen angewiesen ist, doch macht die Werbung nur einen verschwindend kleinen Teil der Einnahmen aus, prägt aber das Erscheinungsbild wesentlich mit und entzieht der Oeffentlichkeit den Zugang zum öffentlichen Raum. Und wer bezahlt am Schluss für all die Werbung? Die Konsumenten. Wer verdient am meisten daran? Die Plakatgesellschaften. Im Fall der SBB ist es die APG mit ihren zahlreichen Schwestergesellschaften. Und wem gehört die APG? Der Affichage? Und wem gehört die Affichage? Zu 30% JCDecaux, dem weltgrössten Aussenwerber, zu weiteren 25% einer belgischen Investmentgesellschaft.

    Dasselbe gilt für die Telekom-Branche. 2011 hat jeder Schweizer Haushalt 58 Franken für Telekom-Werbung ausgegeben, nur damit die drei dominierenden Firmen einander gegenseitig Kunden abluchsen können. Swisscom und Sunrise sind in den Top-10 jener Unternehmen, die letztes Jahr am meisten Geld für Werbung ausgegeben haben, Orange dürfte nicht weit davon entfernt sein.

    Gerne würde ich es sehen, wenn sich K-Tipp mit den Werbeausgaben beschäftigen und aufzeigen würde, wie viel Geld KonsumentInnen ungefragt in Werbung stecken müssen.

  • Sarah, Mühlethurnen
    Sehr gut!
    Endlich macht mal jemand etwas gegen diese Firmen die
    immer mehr 'mafiaähnliche' Strukturen annehmen und nur
    noch für die Chefetagen Geld scheffeln! Würde es sehr begrüssen,
    wenn z.B. die Swisscom mit ihren horrenden Preisen endlich
    Mal gezwungen werden, diese anzupassen und zwar nicht durch Entlassungen in den unteren Etagen, sondern durch Stellenabbau im Kader und massiven Einsparungen von deren Löhnen! Bei SBB & co. dasselbe. Bei der Post würden sich sicher viele Leute auch über angepasste Arbeitszeiten freuen, z.B. über Mittag geöffnet, damit ein normal arbeitender Mensch auch was zur Post bringen kann, ohne sich einen 1/2 Tag freinehmen zu müssen, da erst um 14:30 geöffnet wird (betfrifft ländliche Gegenden). Hätte noch 1000 andere Beispiele, die ich hier aus Platzgründen nicht alle aufzählen kann. Ich wünsche PRO Service Public für die Initiative viel Glück und bedanke mich für die längst fällige Initiative!
  • Michèle P., Uznach
    Postfinance
    Vor einigen Monaten wollte ich am Schalter der Postfiliale ein normales Postfinance-Privat-Konto eröffnen.
    Ich wurde für die gesamte Schalterhalle hörbar und in folgender Reihenfolge nach Name, Adresse, Geburtstagsdatum, Beruf, Arbeitgeber und Höhe des Einkommens gefragt.
    Bei letzterem Punkt habe ich mich geweigert weiter Auskunft zu geben.
    Eine Kontoeröffnung wurde mir daraufhin verweigert.
    Begründung:
    Postfinance brauche alle diese Angaben von mir.
    WOZU sie so viele sensible Daten von mir brauchen, um ein einfaches Lohn-Konto zu eröffnen,
    darüber habe ich keine Antwort erhalten.

    Für mich ist es klar.
    Die wollen an meinen Daten verdienen.
    Ich werde verpflichtet, diese bei der Postfinance abzugeben, ansonsten wird mir ihre Dienstleistung schlicht verweigert.
    Erpressung.
    Natürlich bin ich nicht darauf eingegangen.
    Und habe mein Konto bei einem anderen Finanzinstitut eröffnet.
    Ohne dass ich mich dafür "ausziehen" musste.

    Danke für diese Initiative.
    Wurde wirklich Zeit.
  • Peter Halbeisen, 4243 Dittingen
    proServicePublic
    Immer wieder platziert die Post sogenannte Laschenmailings derart in die Briefkästen, dass ein Teil des Prospekts noch hinausschaut. Damit ist nach der Postzustellung am Vormittag für den Rest des Tages und vor allem auch während der einbruchsstarken Dämmerungszeit für jeden potenziellen Einbrecher von weitem sichtbar, dass hier niemand zu Hause ist.
    Auf meine Reklamation bei der Post hat mit deren Kundendienst schriftlich bestätigt, dass sie nachvollziehen könne, dass "ein solches Werbemedium unter Umständen Unbehagen bereitet", dass die Post aber "neue Erlöse generieren" müsse.
    Ich verstehe das so, dass das Wohl der Postkunden hinter dem Gewinnstreben zurückstehen muss und werde am 5. Juni bei der "pro Service public"-Initiative ein kräftiges "JA" in die Urne legen.
    Peter Halbeisen
  • Reiniger, Zürich
    Personal GaV
    Es ist schon heute der Fall, dass die SBB den GAV umgeht.
    Zugsreinigung wird an gewissen Standorten nur von temporär Mitarbeiter gemacht ( zentralbahn), oder mit einem sehr hohen Anteil von temporär Mitarbeiter.

    Unterhalt von Schiene ist zum grossenteil schon ausgelagert.
    Unterhalt von Zügen wird bei Projekte zum grossen Teil von temporär Mitarbeiter gemacht.

    Die SBB Chefs sollen doch mal ehrlich sein, dass sie gar nicht nicht mehr mit den eigenen GAV Mitarbeitern produzieren können.

    Löhne vom Kader wird erhöht, Löhne von einfachen Mitarbeitern wird bei Adeco billig erkauft.
    So verdienen sich dir temporär Büros eine goldige Nase und die SBB kann kosten sparen auf Kosten von einfachen Mitarbeiter.

    Wir könnten ruhig mal die Löhne von Meier und den P/Cargo/Immobilien chefs halbieren. .. Dann hätte die SBB sicher mehr als eine Million gespart pro Jahr, ohne dass etwas passiert
  • Can Cinar, Frauenfeld
    Adresswechsel bei der Post
    Ich kann es kaum glauben, dass dies überhaupt zugelassen wird!
    Die Post steigert an allen Ecken die Preise und macht ihren Dienst nicht so, wie sie es tun sollte! Nachdem meine Schwester IHRE Adresse geändert hat, ist die Post auf die Idee gekommen auch meine Post da hinzu liefern. Und das nur, weil mein Nachname gleich ist!
  • Vetterli Yvonne, Watt
    Immer wieder neue Gebühren
    Absolute Frechheit, dass Bundesbetriebe, speziell Post und SBB nur noch auf den Gewinn achten
    (damit die Manager ihre Bonis erhalten), die Bürger haben das Nachsehen.
    Immer wieder ärgere ich mich über die Oeffnungszeiten der Post, normale Bürger arbeiten bis
    17.30 - 18.00, haben KEINE Chance, weder über die Mittagszeit noch abends ein Paket abzuholen.
    Ebenfalls eine Schande, dass man neu Gebühren bezahlen muss für eine Unterschrift, damit eine vertraute Person die Postgeschäfte für eine andere Person abholen will.
    Immer wieder werden neue Gebühren erfunden, Poststellen werden geschlossen, damit der Bonus
    noch höher ausfällt !!!
    Der CEO von der Post: so viel arbeitet er in 10 Leben nicht, wie sein Lohn ausfällt!
    Kein Mensch kann sich einen so hohen Lohn mit arbeiten verdienen !!!

  • Hansheiri Brunner, Verscio
    SBB-Chefs an die Front!
    Die neuste Dummheit fehlt noch: dass man in stark besetzten Zügen für auf Sitzen abgestelltes Gepäck ein halbes Billett lösen soll! Wie geht das, wenn die Kondukteure in den Zügen keine Billette mehr verkaufen dürfen? Soll man schon in Locarno oder Bellinzona am Automaten ein Gepäckbillett kaufen, obwohl die Züge auf der Gotthardstrecke meist nur ab Arth-Goldau und meist nur in den vordersten Wagen voll besetzt sind? Und warum setzen wir das Gepäck auf die Sitze? Weil es zu wenig Abstellplatz für Gepäck, vor allem grosses und schweres, gibt, die Gepäckträger über den Sitzen für kleinere und ältere Personen schwierig zu benützen sind und bei Regen und im Winter die Böden zu schmutzig sind. Die SBB sollten ihre oberen und mittleren Kader systematisch einen Monat pro Jahr, verteilt auf alle Tageszeiten, alle Bahnstrecken und Zugtypen abfahren lassen, damit sie die Realität ihrer Kunden kennenlernen.
  • Meinrad Odermatt, Zug
    Sinnloses Gequatsche zum Zeitvertreib
    Ich bin gegen Ruhewagen, ich bin für "Sprechwagen". Jeder der telephonieren will, soll sich in den Sprechwagen begeben müssen. Genau so wie man in einen Speisewagen geht. Die Notwendigkeit zu telephonieren, nur um mitzuteilen, dass man soeben eingestiegen ist und jetzt im Zug sitzt, wird dramatisch abnehmen. In den anderen Wagen soll der Empfang blockiert werden. Man muss im Zug nicht erreichbar sein, sowenig wie in einem Tunnel - oder kann dies im voraus planen. Das Gedröhn aus Kopfhörern ist übrigens fast genau so lästig.
  • Silvio Thalmann, Zürich
    SBB / Medien: Neues Lichtkonzept für den Hauptbahnhof / Geisterzug fährt in Zürich ein
    Die SBB Chefetage zerstört Schritt um Schritt das gute Image und das historische Erbe unserer Bahn. Mit abgehobenen Manager-Marketingideen, Andreas Meyers Auftritt flankiert von zwei McKinsey-Beratern (hatte er keinen Mut, selbst hinzustehen?) welche wenig überraschend nur Stellenabbau als Sparmassnehme finden konnten, mit verschwendeten 61 Mio. Franken für einen SwissPass, den niemand brauchte (Achtung: Kleingedrucktes – Kündigungstermin nicht verpassen!), usw. Dasselbe Spiel und Debakel wie bei der DB macht man bei den SBB nach – nun sehr gut dargestellt mit einer deutschen Güterzugs-Dampflok als Hologramm in der Bahnhofshalle Zürich … Anstatt Geld für ein nicht-historisches, un-schweizerisches Hologramm zu verschwenden, würden die SBB besser ihr eigenes (es gibt ausreichend schöne schweizerische Dampfloks!), echtes historische Erbe pflegen. Stattdessen reissen sie Gleise und Anschluss-Weichen heraus, womit unter anderem den Museumsbahnen das Leben schwer gemacht wird, die das rollende Schweizer Kulturgut mit viel Engagement und Freiwilligenarbeit bewahren. Dabei profitiert die SBB von diesen Museumsbahnen.
    Das Verhalten der SBB-Leitung wird immer peinlicher für diesen einst grossartigen Betrieb. Zeichnet sich das nächste Grounding ab?
    Die SBB gehört uns, den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, und nicht einem Herrn Meyer, der über eine Million Jahresgehalt bezieht.
    Da bleibt nur noch eins: Pro Service Public Initiative JA!
  • Markus Seger, Bern
    Pro Service Public
    Als ehemaliger Werbechef der SBB bin ich selbstverständlich für den Service Public. Die SBB war ursprünglich, so hörte man, gegen die Initiative. Dann hat sie sich offensichtlich doch dafür entschieden, indem sie die Initianten mit einem Informationsboykott belegte. Tolle Werbung für die Initiative! http://markseger.com/2013/06/05/sbb-unterstutzt-pro-service-public-initiative/
  • Ruth Moll, Zollbrück
    Service Public bei der BLS
    Vor drei Jahren sind wir umgezogen. Von Luzern ins Emmental. Unser Dorf liegt verkehrstechnisch etwas speziell. Wir besuchen regelmässig Leute in Interlaken, Sursee und Frauenfeld. Öfters fahren wir nach Luzern oder Bern.
    Seit bei uns im Dorf der BLS-Schalter geschlossen ist, haben wir nur noch Ärger. Man hat uns einen Automaten hingestellt. An und für sich bin ich als regelmässige SBB-Kundin begeistert von den Billet-Automaten, da sie mir viele Viertelstunden in den Schlangen vor den Schaltern ersparten. Nun funktionieren die BLS-Automaten aber anders. An ihnen gibt es nur fix vorgeschriebene Routen.

    Wenn wir zum Beispiel von hier nach Interlaken fahren, haben wir mindestens 3 verschiedene Wege zum fahren. Wir können über Burgdorf - Bern - Interlaken, 2 Std. Oder über Langnau - Konolfingen - Thun, 1 Std 44. Oder via Grosshöchstetten - Thun, 1 Std 37, was auch die günstigste, da direkteste Variante ist. Aber diese Version existiert für den Automaten der BLS nicht.

    Sursee? Ganz einfach - Burgdorf, Olten, Sursee. Logisch, nicht? Der Automat gibt aber nur Tickets via Luzern oder Huttwil. Huttwil wäre - rein theoretisch - die direkteste Verbindung. Umsteigen von Bahn auf Bus und umgekehrt ist uns egal. Aber wieder die BLS! Sie schafft es, dass der Bus aus Sumiswald laut Fahrplan gleichzeitg in Huttwil ankommt, wie der Zug Richtung Willisau (wo dann der nächste Bus nach Sursee fahren würde) abfährt... (x Uhr 43). Vermutlich ist das der Grund, weshalb diese Variante im SBB OnlineFahrplan nicht berücksichtigt wird...

    Ah, und noch etwas zu den Öffnungszeiten unseres Reisezentrums in Langnau: Mo - Fr schliesst es um 19.00, o.k. Samstag und Sonntag um 16.40 Uhr. Wehe dem, der Abends spontan ausserhalb des BLS Netzes reisen möchte.

    Etwas Positives haben wir dann doch noch. Zum Glück ist auch die Station in Ramsei besetzt. Und da dort die Weichen bis Betriebsschluss manuell getätigt werden, ziemlich lang. Oft hat uns der Bahnhofsvorstand dort nach vorherigem Telefon mit den fertigen Billetten am Zug erwartet, wir konnten schnell raushüpfen und mit dem abgezählten Geld die Billette bezahlen und guten Gewissens unsere Reise fortsetzen. Ohne weiteren Billettstress.

    Wir haben uns, notgedrungen, für ein Auto entschieden. SCHADE.
  • Maag Edith, Oberglatt
    Postschalter
    Ich finde es eine Frechheit, dass man am Schalter warten muss, weil jemand ein Portemonnaie kaufen will.
    Oder bis der passende Sitzplatz eines Konzertes gefunden worden ist!!
    Das ganze "drumherum" sollte aus der Schalterhalle entfernt werden.
  • Benjamin Müller, Russikon
    Poststelle Russikon schliesst
    ...dass eine Poststelle in einem 100 Seelen Bergdorf aufgrund wahnsinniger Unrentabilität schliesst, kann ich noch halbwegs verstehen. Wenn die Post in einem 4000-Einwohner-Dorf wie Russikon die Pforten schliesst, dann hört der Spass auf. Wo bitte ist der Service Public? Alle Russiker müssen nun mit dem Auto oder Öv nach Pfäffikon fahren, um die eingeschriebenen Pakete und Briefe abzuholen. Wurde bei diesem Entscheid auch die Ökologie berücksichtigt? Allein dass die Post keine EC Karten als Zahlungsmittel akzeptiert, ist ein Hinweis auf die Hochnäsigkeit dieses Betriebes. Ich selbst habe noch nie etwas am Schalter gekauft: ich besitze kein Postkonto und habe auch nie Bargeld in der Tasche...

    Die Post macht 500 Mio. Gewinn pro Jahr und entzieht sich dem Grund, warum sie überhaupt existiert.

    Ich fordere: entzug aller Monopole, Umwandlung in AG und Verkauf in die Privatwirtschaft. Weg damit!
  • Huber, Emmetten
    Argumente

    Die Bundesnahen Betriebe stehen derzeit vollumfänglich den Gesetzen der Marktwirtschaft. Ausnahmen sind kleinere Monopole, wie z.B. "die letzte Meile" vom Telefonanschluss der Swisscom.
    Jedes Unternehmen untersteht denselben Gesetzen, nämlich Gewinn machen. Schliesslich sind die Firmen sich selber und den Investoren das schuldig. Kunden und Mitarbeiter sind eher zweitrangig.
    Und hier fängt der Konflikt mit dem Service Public an. Die Unternehmen sind faktisch gezwungen in rentable Bereiche zu investieren und was nicht rentiert abzustossen. Das zeigt Beispielsweise die Post. Sie baut in Randregionen ihre Poststellen ab, gleichzeitig werden andere Bereiche und starke Regionen ausgebaut. Privatisierte Unternehmungen sind keine Wohltätigkeitsvereine.
    Mit dieser Initiative gibt man diesen Betrieben die Möglichkeit, mit den Gewinnen aus den starken Bereichen die unrentablen zu subventionieren. So bleiben wir Weltmeister.
    Ich danke dem Initiativkommitee für ihren Einsatz von ganzen Herzen.
    Deshalb stimme ich mit Ja.
  • Lucy Trachsel, Hombrechtikon
    NZZ am Sonntag S. 10 "überrumpelt" etc.
    1) "....da heute vieles online oder am Automaten erledigt werden kann. " Vergessen gehen jene Leute ohne Computer oder solche, die sich mit dessen Bedienung eher schwer tun. Ein am PC ungeübter Mensch wird Mühe haben und viel Zeit benötigen um z.B. online bei der Post die Zustellung vorübergehend zu sistieren. Selbst online ist es nicht gratis: Fr. 8 plus 5 für jeden weiteren Erwachsenen. Am Schalter (sofern es noch einen solchen gibt) bezahlt man Fr. 20 plus 5 für jeden weiteren Erwachsenen.Service public.....

    2) In der Schalterhalle des Zürcher HB sind von allen Schaltern meist nur drei besetzt. Ich wartete dort in einer langen Menschenschlange geschlagene 20 Minuten. Service public...

    Der oben erwähnte Artikel stellt die Befürworter als Ewiggestrige dar, die nur an einem gemütlichen Schwatz interessiert sind. Der Verfasser des Artikels macht es sich sehr einfach.
  • Willy Bauhofer, Rietheim
    Schwarzfahrer wider Willen
    Unsere Haltestelle in Rietheim (AG) ist für den Bezug von Fahrkarten mit einem einzigen
    Fahrkartenautomat (ID 54121) bestückt. Es gibt sonst an dieser Station keinen bedienten Schalter. Dieses neueste Modell aus deutscher Herkunft ist oft mit Störungen geplagt die uns
    verhindert die Bahnkarten ordentlich zu beziehen.

    Wie der Ausfall der Software, der Unterbruch der Datenleitung, die Versetzung der Buchstaben
    bei eintippen der Stationsnamen mit dem anfälligen Touchscreen, der Ausfall des Kreditkartenlesers, auf dessen Reparatur einen Monat wegen fehlenden Ersatz gewartet werden musste, bei der Kälte im Winter das eingefrorene Display die Bedienung verhindert. Nicht zu sprechen die Folge von allerlei von Vandalismus dieses Gerätes ausgesetzt wurde.

    Wegen Einhaltung von Berufstermine, die Weiterfahrt auf Anschlusszügen, die Ablegung von wichtigen Prüfungen, unzw, sind wir dadurch gezwungen unser Recht auf Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels ohne gültige Fahrkarte auszuüben und als unfreiwilligem Schwarzfahrer im Zug einsteigen zu müssen.

    Wie auch der russische Wissenschaftler Iwan Pawlow herausgefunden hatte, werden wir Bahnreisende, wie bei Experimente mit seinem berühmten Hund, in einer vergleichbaren psychologischen Zwicklage von zwei gegensätzlichen Konfliktsituationen während der Reise konfrontiert.

    Zuerst, mit unangenehmem Gefühl des Bangen im Bauch und mit eingesenktem Kopf, das Versuchen ohne Schaden ans Ziel zu kommen. Dann gleichzeitig in Begleitung der Furcht als potentiellen Betrüger vom Schwarzgang erwischt zu sein, von den freundlich aber bestimmt und erbarmungslos eingestellten Kontrolleure gebüsst zu werden. Die Übermacht der SBB Falange im Zug lässt den Fahrgast, als „quantité négligeable“ in Beweisnot, keine Chance zu. Im Streitfall entscheidet letztinstanzlich die SBB beinah ausnahmslos gegen den Kunden, da er per Zufall nur gut, recht und willkommen sei, dabei die SBB Kasse zu verbessern. Da der Schwarzgang im Zug eigentlich davon lebt und auch bezahlt wird.

    Aus der Notlage durchgedrungener Ausweg dieser Zitterpartie, bestand inoffiziell die Lösung des Problems vorübergehend darin, die am Display des Billetautomates angezeigte Hotline Nummer anzurufen, der Störfall zu beschreiben. Dann bekam man die Erlaubnis ohne Fahrkarte dem Zug zu ersteigen, mit dem Hinweis, wenn es sich herausstellen sollte, der Fall dem Schwarzgang im Zug zu melden. Das Speichern des Telefonates in Natel sollte als Beweis der Notlage des Reisenden vor dem Einsteigen gelten.

    Die SBB hat inzwischen für innovativ gefunden, unnötigerweise in allen Stationen das Automatendisplay mit Werbung zu decken, sodass die Hotline Nummer endgültig ausgeblendet wurde. Sie ist nicht mehr auffindbar, weder beim Umblättern der verschiedenen Menus im Apparat, noch bei akribischer Suche in den Informationsständern der Station. Die Zitterpartie bei Störungen kann wieder beginnen.

    Die Arroganz der SBB gipfelt in die Tatsache dass sie einerseits einen höheren Wert bei der Verschwendung von Millionen Franken in unnötigen und dummen Werbungen, die Keiner interessiert, verjubelt. Anderseits mit der Notlage des Bahnkunden am Nichtfunktionieren der Automaten sich futiert.

    Auch nach mehrmaligen Beschwerden in der Vergangenheit, am offiziellen, nutzlosen, nur als Alibi aufgestellten zentralen Kundenservice in Bern, an andere Dienststellen mit Unterstützung der Gemeinde, hat die SBB bis heute nur mit absoluter Funkstille brilliert. Es wäre an der Zeit, die SBB sich darüber offiziell zu melden und einmal klar und deutlich kommunizieren wie sie in die Zukunft die Spielregeln festgelegen gedenkt, wenn der Bahnkunde am Automat oder sonst kein Billet lösen kann, folglich wie er ohne Sorge und Bangen auf der Reise gehen darf, ohne weitere Schikane und Strafe im Zug erleiden zu müssen.

    Das Problem bezieht sich auch auf alle Bahnbenützern an unbemannten Stationen des Schienenverkehrs mit Fahrkarteautomaten.


  • Reto Burgener, Winterthur
    auf Kosten der Steuerzahler
    Sehr geehrte Damen und Herren

    Ich verstehe den Grundgedanken der Initiative und bin sehr dafür, dass der Service Public in unserem Land verteidigt wird. Die Art und Weise der Umsetzung begreife ich aber ehrlich gesagt nicht.
    SBB und der öffentliche Verkehr allgemein sind ja stark defizitär. Hier wird der Service Public Jahr für Jahr vom Bund finanziert. Bedeutet nichts anderes als durch uns Steuerzahler.
    Swisscom oder die Post erarbeiten Gewinne, von denen sie jährlich einen grossen Teil an den Bund abliefern. Somit auch direkt die SBB mitfinanzieren. Der Service Public wird von Swisscom und der Post voll eingehalten und durch die Gewinne selber finanziert. Somit werden auch Verluste von Postauto durch die Post selber getragen. Der Service Public ist bei Swisscom und bei der Post ebenfalls ein Verlustgeschäft. Als Steuerzahler bin ich aber glücklich, wenn die beiden Betriebe ihren Service Public durch eigene Gewinne selber finanzieren. Grosse Versandhäuser oder Versicherungen und Banken finanzieren somit uns so den Service Public bei den gewinnorientierten Betrieben.
    Wenn ich Ihre Initiative richtig verstehe, dann sollen künftig Preise so gestaltet werden dass kein Gewinn herausschaut. Also telefonieren Banken und Versicherungen künftig viel billiger. Der Bürger wird sicher genau so viel bezahlen, wenn nicht sogar mehr. Wie man auch bei der SBB sieht, fehlt dann der Swisscom und der Post auch der Anreiz überhaupt lukrativ zu arbeiten. Erreicht man die Null nicht, halb so schlimm. Der Bund (Steuerzahler) bezahlt ja alles. Dies verdeutlich auch der neue Hauptsitz der SBB in Bern. Da er nicht aus eigenem Gewinn finanziert wurde sondern von uns Steuerzahlern, ist er viel zu protzig und teuer gebaut worden. Ein gewinnorientiertes Unternehmen würde nie das Geld so zum Fenster hinaus werfen, welches eigentlich in den Kassen gar nicht vorhanden ist.
  • Oskar Wohlgemuth, Bellach
    Peinlich!
    Viermal durfte ich Couverts aus meinem Briefkasten fischen, die an andere Adressaten gerichtet waren. Es ist dann immer peinlich, solche Couverts beim richtigen Adressaten abzuliefern, wenn man sie vorher irrtümlich geöffnet hatte. Verschiedene Mitbewohner von unserem Mehrfamilienhaus beklagten übrigens auch, Irrläufer-Briefe erhalten zu haben. Ein weiterer Mitbewohner brachte mir ebenfalls einen Brief an meine Adresse, welcher vorher bei ihm landete. Laut eines Mitbewohners soll man bei der Poststelle Bellach einen vollautomatischen Briefsortierer installiert haben. Das Zustellpersonal sei seither gehalten, diesem «Roboter» blindlings zu vertrauen und die Ware innert der vorgegebenen Fristen den Adressaten zuzustellen. Daraus dürfte die eingangs erwähnte Feststellung resultieren. Diese «Spielerei» erachte ich als Postkunde eine Zumutung. Insbesondere auch, weil anscheinend seit dem Vorhandensein der Maschine die Briefzustellung in zeitlicher Hinsicht ebenfalls im Argen liegt. Daher meine Frage: Was ist los bei der Poststelle in Bellach?